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Kleines Kind mit Vater auf dem Sofa
Eltern & Kind

Den Ängsten von Kindern begegnen: 5 Tipps

Wenn Kinder Angst haben, brauchen sie verständnisvolle und starke Eltern. 5 Tipps für Eltern zum Umgang mit Unsicherheiten und Ängsten bei Kindern.

Stecken wir als Erwachsene in einer Krise und haben Angst, versuchen wir meist das Ausmaß des ganzen Dilemmas zu verstehen. Wir informieren uns auf verschiedenen Kanälen und googlen nach Antworten und Strategien, um unsere Ängste zu bändigen. Dabei denken wir, dass unsere Kinder genauso gestrickt sind und wir vor allem kluge und sinnvolle Antworten für ihre Fragen parat haben müssen. Hilfreicher für Kinder sind aber andere Dinge.

5 Tipps von unserem Familientherapeuten und Lebenslagen-Coach Matthias Könning

1. Seien Sie eine sichere Bank für Ihr Kind bei Ängsten

Kinder verlassen sich darauf, dass sie bei ihren Eltern geborgen sind. Dazu reicht die Anwesenheit. Wenn die Eltern da sind, ist alles gut. Darum nehmen sie immer wieder mal Kontakt auf. Kind: „Bist du da?“ – Eltern: „Ja, bin ich!“ Dann ist alles klar, und die Kinder können weitermachen mit dem, was sie gerade tun. 

Es hilft, wenn Sie sich innerlich mit den Gefühlsanteilen verbinden, die sicher sind. Damit strahlen Sie Zuversicht aus. Machen Sie sich klar, worauf Sie sich immer noch verlassen können. Sie haben ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrung. Sie lieben Ihre Kinder, und die Kinder lieben Sie. Das ist eine wichtige Basis.

2. Angst darf sein

Wenn etwas nicht so ist wie gewohnt, entsteht das Gefühl der Angst. Es sagt uns: „Pass auf!“ und lässt uns überlegen, was zu tun ist. Angst hat ihre Berechtigung. Sagen Sie Ihrem Kind nicht: „Hab keine Angst“ oder „Ist nicht so schlimm“, sondern vermitteln Sie ihm, dass Ängste bei Kindern und Erwachsenen ganz normal sind und uns immer wieder einmal besuchen. 

Sprechen Sie darüber, wie sie sich anfühlt: Ist sie nur unangenehm, oder gibt es noch andere Empfindungen? Wo macht sie sich im Körper bemerkbar? Hat das Gefühl eine Form oder Farbe? Zeigen Sie Interesse, ganz nach dem Motto: „Wir laufen nicht vor der Angst weg, sondern schauen mal, was sie so macht“. Gemeinsam werden Sie feststellen, dass die Angst, so wie sie gekommen ist, auch wieder vergeht. 

3. Jetzt ist die Zeit der Rituale

Kinder lieben und brauchen klare und geregelte Abläufe, besonders in Zeiten, die uns unsicher erscheinen. Besonders jetzt, wo plötzlich alles anders ist. Wenn alle immer zu Hause sind, wird der Tag lang, schnell ödet man sich an und wird empfindlicher. Mit Ritualen, die immer zur selben Zeit stattfinden, bringen Sie Stabilität und Entlastung in den Alltag. Das kann eine Kuschelrunde sein, eine Vorlesezeit oder Mahlzeiten, für die alle mithelfen und sie besonders schön gestalten.  . 

Unser Tipp gegen Ängste bei Kindern: Abendritual

Setzen Sie sich zusammen und zünden Sie eine Kerze an. Dann sagt jedes Familienmitglied, wie es ihm gerade geht, was ihm heute gelungen ist und Freude gemacht hat. Denken Sie dann an die Menschen, die jetzt nicht da sind und nennen Sie alle beim Namen. So wird der Familienkreis größer. Zum Schluss überlegen Sie, wie der nächste Tag aussehen könnte und ob es eine schöne Aktivität gibt, auf die alle Lust haben.

4. Nur beantworten, was gefragt wird

Kinder stellen oft viele Fragen, die Sie als Eltern vielleicht überfordern. Das macht nichts. Sie müssen nicht alles wissen und ein Thema auch nicht erschöpfend beantworten. Wenn ein Kind mit der Antwort zufrieden ist und nicht nachfragt, braucht es keine weiteren Erklärungen. 

Knüpfen Sie an frühere Erfahrungen an, wenn Sie mit Ihren Kindern über Ängste sprechen. Fragen Sie beispielsweise: „Hast du schon einmal Angst gehabt? Was hast du da gemacht? Was hat geholfen, was hat dir nicht gut getan? Was könnte dir jetzt helfen?“ Mit solchen Fragen machen Sie die Kinder zu kompetenten Gesprächspartnern.

5. Mehr Kontakt, weniger Kopf

Körperkontakt ist die beste Form, Sicherheit zu vermitteln und den Ängsten bei Kindern zu begegnen. Wenn der Körper sich anlehnen kann, bekommt er Schutz und Geborgenheit. Das ist auch einfacher als die Suche nach Antworten, die noch nicht einmal Experten haben. 

Kinder haben drei Grundbedürfnisse: Sie brauchen gefühlte Nähe (Verbundenheit), körperliche Sicherheit und Freiraum, um sich im Spiel ausdrücken zu können (Autonomie). Schauen Sie, welches dieser Bedürfnisse sich bei Ihrem Kind gerade meldet und was Sie dafür tun können. Will es spielen, geben Sie ihm Freiraum. Wenn es Liebe sucht, schenken Sie Zuwendung. Hat es Angst, spenden Sie Geborgenheit. 

Broschüre „Was ist mit MEINER Welt passiert?“ 

Pandemie, Krieg, Flüchtlings- und Klimakrise: In den letzten Jahren jagt eine 
globale Krise die nächste. Die Broschüre „Was ist mit MEINER Welt passiert?“ enthält Hintergründe und praktische Tipps für Eltern und Betreuungspersonen, um Kinder zu unterstützen eine verwirrende, unberechenbare und manchmal gewalttätige Welt zu verstehen. 

Bilderbücher gegen die Ängste bei Kindern 

Unsere Expert:innen aus den pme Lernwelten haben Buchtipps für Sie zusammengestellt, die Sie über unseren Webshop bestellen können. Melden Sie sich dazu einfach bei unser pme Familienservice Buchhandlung an und stöbern Sie in unserem umfangreichen Sortiment.

Corinna Leibig: Der kleine Bauchweh
Ab 3 Jahren
Mabuse Verlag
ISBN 9783863213480

Rachel Bright: Der Löwe in dir
Ab 3 Jahren
Magellan Verlag
ISBN 9783734820212

Anna Llenas: Das Farbenmonster
Ab 3 Jahren
Velber Verlag
ISBN: 9783841101952

Danny Baker, Pippa Curnick: Frida Furchtlos lädt zum Tee
Ab 4 Jahren
Ars Edition
ISBN 9783845827513

Wann brauchen Ängste bei Kindern eine ärztliche Behandlung? 

Es ist wichtig, die Ängste von Kindern ernst zu nehmen und zu erkennen, wann sie möglicherweise über das normale Maß hinausgehen. Wenn die Ängste Ihres Kindes anhaltend sind, die das Gefühl haben, dass sie überhandnehmen und das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen, kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Anzeichen dafür können sein:

  • Intensive Angst: Wenn Ihr Kind in bestimmten Situationen extreme Angst zeigt, die nicht angemessen ist. 
  • Verhaltensänderungen: Wenn Ihr Kind extreme Trennungsängste hat oder sich zurückzieht, weniger aktiv ist oder seine sozialen Kontakte vernachlässigt. 
  • Körperliche Symptome: Häufige körperliche Beschwerden in bestimmten Situationen, wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwitzen etc. ohne medizinischen Grund. 
  • Anhaltende Schlafprobleme: Schwierigkeiten beim Einschlafen oder häufiges Aufwachen aufgrund von Angst. 
  • Beeinträchtigung des Alltags: Wenn die Ängste die Schule, Freundschaften oder andere alltägliche Aktivitäten erheblich beeinflussen. 

In solchen Fällen ist es sinnvoll, sich an eine Fachstelle für Familienberatung zu wenden oder/und an eine Kinderärztin, einen Kinderarzt. Auch eine professionelle Kinder- und Jugendpsychotherapie oder systemische Familientherapie kann ein weiterführender hilfreicher Schritt sein.

Es geht darum, eine angemessene Unterstützung und Behandlung zu erhalten, sodass Ihr Kind lernt, mit seinen Ängsten angemessener umzugehen und ein gesundes, ausgeglichenes Leben zu führen – und chronische Krankheitsverläufe zu verhindern.  

Sie fühlen Sich hilflos als Elternteil oder Verantwortliche Person? Ihre eigene Hilflosigkeit als erwachsener Mensch in solchen Situationen könnte bedeuten, dass Sie für sich selbst professionelle Hilfe brauchen, um dem Kind mehr Sicherheit geben zu können.

Verknüpfte Assets

null Was ist ein Employee Assistance Program (EAP)?

Eine helfende Hand hilft Mitarbeitenden über eine Klippe zu kommen
Führung & HR

Was ist ein Employee Assistance Program (EAP)?

Psychische Belastungen, Konflikte im Arbeitsleben, Schulden, Streit in der Familie: Eine EAP-Mitarbeiterberatung unterstützt Beschäftigte bei privaten und beruflichen Problemen. Das fördert die Gesundheit und Motivation, verringert Fehlzeiten und entlastet Führungskräfte. Eine Win-win-Situation für Beschäftigte und Arbeitgeber.

Was ist ein Employee Assistance Program (EAP)?

Durch ein Employee Assistance Program werden Beschäftigte bei beruflichen, privaten und gesundheitlichen Krisen und Herausforderungen unterstützt – in den meisten Fällen durch eine externe Mitarbeiterberatung.

Ein EAP eignet sich für Unternehmen aller Formen und Größen und zählt in der Regel zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, weil dadurch Gesundheit, Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten erhöht werden. EAP beinhaltet die Erreichbarkeit 24/7 über eine Hotline sowie ein ausgebildetes Expert:innen-Team. Die Beratungsthemen reichen von psychischen Belastungen über familiäre Schwierigkeiten bis hin zu Suchtproblemen.

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Employee Assistance Programs bieten eine vertrauliche und zugängliche Plattform, auf der Beschäftigte professionelle Hilfe erhalten können, ohne sich um Konsequenzen für ihre berufliche Laufbahn sorgen zu müssen. Die EAP-Berater:innen beraten und unterstützen ihre Klient:innen anonym und vertraulich. Der oder die Arbeitgeber:in sollte nichts von den Inhalten der Beratung und auch nicht die Namen der Beschäftigten erfahren.

Manche Firmen kombinieren eine interne Betriebliche Sozialberatung mit den EAP-Dienstleistungen einer externen Mitarbeiterberatung.

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Themen eines Employee Assistance Program?

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Das Leistungsspektrum der EAP-Anbieter in der DACH-Region ist unterschiedlich groß. Viele bieten ein „klassisches“ EAP mit psychologischer Beratung zu gesundheitlichen, beruflichen und persönlichen Fragestellungen an.

Andere Dienstleister erweitern diese Leistung um eine rechtliche Erstberatung, Vermittlung von Kinderbetreuungslösungen, Einkommens- und Budgetberatung, Hilfe in Haus und Garten und mehr.

EAP-Beratung bei psychosozialen Themen:​​​​​​​

  • Konflikte am Arbeitsplatz
  • Krisenintervention z. B. bei Suizid
  • Umgang mit Trauer, Tod und Verlusten
  • Stress, Burnout, Depressionen, Angsterkrankungen
  • Konflikte in Partnerschaft und Familie
  • Erziehungsfragen
  • Sucht und Abhängigkeiten, z. B. Alkohol
  • Häusliche Gewalt
  • Finanzielle Sorgen und Überschuldung
  • Fragen und Beratung bei Pflegeaufgaben und Finanzierung von Pflege

EAP-Beratung bei Führungs- und Teamthemen:

  • Kommunikation und Konflikte (im Team oder mit Führungskraft)
  • Zeit- und Selbstmanagement
  • Mindful Leadership
  • Change Management
  • Neu als Führungskraft
  • Führungsstil, Agile Führung
  • Mindful Leadership
  • Frauen in Führung
  • Umgang mit Tod am Arbeitsplatz

Beispiel EAP Mitarbeiterberatung: Scheidung, Schulden, Fehlzeiten

 

Frau Altershoven hat sich vor Kurzem von ihrer Partnerin getrennt. Sie haben ein gemeinsames Kind und ein Haus gekauft, das nicht abbezahlt ist. Die Schulden für das Haus drücken, Frau Altershoven weiß nicht, wie sie das allein bezahlen soll. Auch der Umgang mit der gemeinsamen dreijährigen Tochter ist für die frisch getrennten Eltern noch schwer.

Das alles belastet Frau Altershoven, und sie schläft schlecht. Sie ist Schichtleiterin in einem Bauunternehmen. Weil sie erschöpft ist, passieren ihr immer öfter Fehler. Das fällt auch ihrer Chefin auf, die ihre langjährige und zuverlässige Mitarbeiterin auf das Angebot der EAP-Beratung aufmerksam macht

Die Fachberater:innen der Einkommens- und Budgetberatung zeigen ihr Einsparpotenziale und wo sie finanzielle Unterstützung beantragen kann. Die Fachberatung an der EAP-Hotline hat ein offenes Ohr für die psychischen Belastungen, die Frau Altershoven belasten: die Trennung, das Gefühl, mit allem allein zu sein. Gemeinsam erarbeiten sie lösungsorientierte Methoden, die ihr helfen, mit den täglichen Herausforderungen besser umzugehen.
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Das Ziel jeder EAP-Beratung: Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel jeder EAP-Beratung ist es, den Beschäftigten Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Das bedeutet, dass die Beratung nicht nur darauf abzielt, kurzfristige Probleme zu lösen, sondern Kund:innen dabei zu unterstützen, langfristige Bewältigungsstrategien zu entwickeln, um zukünftige Herausforderungen eigenständig zu bewältigen.

Vorteile und Nutzen: Warum lohnt sich ein Employee Assistance Program?

Für wen eignet sich ein Employee Assistance Program?

Ziel und Zweck eines Employee Assistance Program ist es, Beschäftigten in Zeiten persönlicher und beruflicher Krisen zu unterstützen und ihnen zu helfen, bevor aus „kleinen“ Problemen große werden und in der Folge beispielsweise eine chronische Belastungsstörung entsteht.

Eine EAP-Beratung ersetzt keine Therapie. Sie kann aber einen guten Übergang darstellen, bis ein Therapieplatz gefunden wird. Im Durchschnitt beträgt die Wartezeit bis zum Beginn einer Therapie fünf bis sechs Monate. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen ist dies eine sehr lange Zeit. Mit der langen Wartezeit steigt auch das Risiko, dass sich psychische Erkrankungen verschlimmern, verlängern oder wiederkehren. Zudem steigt mit zunehmender Wartezeit auch der Anteil der Menschen, die die Therapieplatzsuche wieder aufgeben.

Krankschreibungen und Rezepte stellen die EAP-Fachberater:innen nicht aus. Auch werden keine Diagnosen gestellt. Werden Belastungen erkannt, die nicht durch die Beratungsleistung gelöst werden können, erfolgt eine qualifizierte Weiterleitung an fachlich spezialisierte Netzwerkpartner:innen des EAP-Anbieters. Auch unterstützen einige EAP-Anbieter bei der Suche nach Therapieplätzen oder einem Platz in der Psychiatrie.

Führungskräfte erhalten fachliche Unterstützung bei schwierigen Führungsfragen – z. B. im Umgang mit psychisch belasteten oder auffälligen Beschäftigten oder bei der persönlichen Weiterentwicklung in ihrer Führungsrolle – sowie bei eigenen Fragestellungen aus dem beruflichen oder privaten Kontext.


Vorteile von Employee Assistance Programs für Unternehmen

Eine EAP-Mitarbeiterberatung bietet aber nicht nur den Beschäftigten zahlreiche Vorteile, sondern auch den Unternehmen:

1. Weniger Fehlzeiten: Studien zeigen, dass EAPs dazu beitragen, Fehlzeiten aufgrund von Gesundheitsproblemen oder persönlichen Krisen zu verringern.

2. Erhöhte Produktivität: Indem eine EAP-Beratung den Beschäftigten bei der Bewältigung persönlicher oder beruflicher Probleme hilft, trägt sie zur Steigerung der Produktivität bei.

3. Verbesserte Mitarbeiterbindung: Unternehmen, die sich um das Wohlbefinden ihrer Beschäftigten kümmern, fördern eine bessere Bindung und Loyalität.

4. Kostenersparnis: Durch die Verringerung von Fehlzeiten und die Verbesserung der Arbeitsleistung können Unternehmen langfristig Kosten sparen.

5. Employer Branding: Sie kümmern sich um die Belange Ihrer Beschäftigten? Glückwunsch! Laut Studien kommt das ziemlich gut an und hilft beim Recruiting neuer Mitarbeiter:innen.

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Was kostet ein Employee Assistance Program?

Der oder die Arbeitgeber:in bietet seinen/ihren Beschäftigten das EAP-Angebot an und informiert sie im besten Falle per Intranet, Newsletter und/oder Firmen-Social-Media über die Nutzung.

Für die Beschäftigten und Führungskräfte sowie im Bedarfsfall auch deren Angehörige ist das Angebot kostenfrei.

Wie läuft eine EAP-Mitarbeiterberatung ab?

Der Ablauf einer EAP-Beratung ist darauf ausgelegt, Beschäftigten schnelle, vertrauliche und effektive Unterstützung zu bieten. Durch die Kombination aus sofortiger Beratung, langfristiger Therapieoption und Ressourcenvermittlung können Beschäftigte in unterschiedlichen Lebenssituationen Hilfe erhalten, was wiederum zu einem gesünderen und produktiveren Arbeitsumfeld beiträgt.

Eine EAP-Mitarbeiterberatung läuft typischerweise folgendermaßen ab:

1. Kontaktaufnahme: Die Kontaktaufnahme erfolgt oft über eine Hotline, eine E-Mail oder ein Online-Portal, das vom Arbeitgeber bereitgestellt wird.

2. Erstgespräch: Im Erstgespräch klärt der oder die Berater:in zunächst die aktuelle Situation des/der Beschäftigten: Was sind die Gründe? Liegt eine akute Krise vor? Was ist das Ziel der Beratung? Dieses Gespräch dient dazu, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und einen Überblick über die Herausforderungen des/der Beschäftigten zu bekommen. Darüber hinaus kann die/der Berater:in einschätzen, ob weiterführende Hilfen wie Psychotherapie, Kliniken oder spezialisierte Beratungsstellen erforderlich sind und ggf. Unterstützung bei der Vermittlung leisten.

3. Beratungsprozess/Beratungssitzungen: Nach dem Erstgespräch werden im Beratungsprozess erste Lösungsschritte umgesetzt. Dieser Plan kann mehrere Sitzungen umfassen, in der Regel 3 bis 6, je nach Bedarf des/der Beschäftigten. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Lösungen und dem Einsatz vorhandener Ressourcen. Der/Die Beratende unterstützt den/die Beschäftigte:n dabei, konkrete Schritte zu planen und umzusetzen.

Die Sitzungen können telefonisch, persönlich oder online stattfinden.

4. Follow-up und Unterstützung: Der/Die EAP-Berater:in bietet in der Regel auch Follow-up und kontinuierliche Unterstützung an, um sicherzustellen, dass der/die Beschäftigte Fortschritte macht und die zur Verfügung gestellten Ressourcen effektiv nutzt. Dies kann zusätzliche Beratungssitzungen, Weitervermittlung an andere Dienstleister oder Unterstützung bei der Implementierung von Bewältigungsstrategien umfassen.

5. Abschluss: Der Beratungsprozess endet in der Regel, wenn der/die Beschäftigte die gesetzten Ziele erreicht hat oder wenn der/die Berater:in und der/die Beschäftigte gemeinsam entscheiden, dass keine weitere Unterstützung erforderlich ist. Auch nach dem Abschluss des formellen Beratungsprozesses kann der/die Beschäftigte oft weiterhin auf die EAP-Dienste zugreifen, wenn neue Probleme auftreten.

Für die Qualitätssicherung erhalten die Beschäftigten nach Abschluss des Beratungsprozesses die Möglichkeit, mithilfe der Kundenevaluation anonym ihr Feedback für die Beratung abzugeben.


 

Implementierung und Nutzung von Employee Assistance Program

Die Implementierung eines erfolgreichen Employee Assistance Program erfordert eine klare Kommunikation, Schulung der Beschäftigten und regelmäßige Bewertung.
Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Beschäftigten über die Existenz des Programms informiert sind und wissen, wie sie Zugang zu den angebotenen Dienstleistungen erhalten können.

Mögliche Kommunikationsmittel zur Information sind:

  • Infostände
  • Artikel und Hinweise im Firmen-Intranet
  • Onepager
  • Social Media, Videos
  • Newsletter

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Qualitätsmerkmale von EAP-Anbietern

Die Auswahl eines guten EAP-Anbieters ist entscheidend für den Erfolg des Programms und die Zufriedenheit der Beschäftigten. Hier sind einige Qualitätsmerkmale, auf die Sie bei der Auswahl achten können:

1. Erfahrung und Reputation: Suchen Sie nach EAP-Anbietern mit nachweislicher Erfahrung und einer positiven Reputation in der Branche. Überprüfen Sie ihre Erfolgsbilanz und suchen Sie nach Bewertungen oder Empfehlungen von anderen Unternehmen, die ihre Dienste genutzt haben.

2. Qualifikation der Berater:innen: Stellen Sie sicher, dass die Berater:innen des EAP-Anbieters qualifiziert und erfahren sind. Sie sollten über ein psychosoziales Studium  in den Bereichen Psychologie, Sozialarbeit (oder vergleichbar) verfügen und spezialisiert sein auf Themen wie Stressbewältigung, Suchtprävention, Konfliktlösung, Familienberatung usw.

3. Vielfalt der Dienstleistungen: Ein guter EAP-Anbieter bietet eine breite Palette von Dienstleistungen an, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht werden, einschließlich psychosozialer Beratung, Suchtberatung, finanzieller Beratung, rechtlicher Beratung, Kinderbetreuung, Karriereberatung usw.

4. Zugänglichkeit und Verfügbarkeit: Der EAP-Anbieter sollte leicht zugängliche Dienste anbieten, entweder durch Telefon-Hotlines, Online-Chats, persönliche Beratungssitzungen oder eine Kombination dieser Methoden. Die Beschäftigten sollten in der Lage sein, schnell und einfach Unterstützung zu erhalten, wenn sie sie benötigen.

5. Vertraulichkeit und Datenschutz: Stellen Sie sicher, dass der EAP-Anbieter strenge Vertraulichkeitsrichtlinien und Datenschutzbestimmungen hat, um die Privatsphäre der Beschäftigten zu schützen. Die Beratungsgespräche sollten vertraulich sein, und die Beschäftigten sollten sich sicher fühlen, offen über ihre Probleme zu sprechen, ohne Angst vor negativen Konsequenzen zu haben.

6. Kundenservice und Unterstützung: Suchen Sie nach einem EAP-Anbieter, der exzellenten Kundenservice und Unterstützung bietet. Er sollte in der Lage sein, schnell auf Anfragen zu reagieren, die Bedürfnisse der Kunden zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die den Anforderungen des Unternehmens entsprechen.
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Qualitätsmerkmal: Qualifikationen der EAP-Berater:innen

Bei der Auswahl eines EAP-Anbieters sollten Arbeitgeber unbedingt auf die Qualifikation und das Beschäftigungsverhältnis der Beratungspersonen achten.

Einige Anbieter setzen bei ihren EAP-Berater:innen lediglich eine Coaching-Ausbildung voraus. Bei anderen müssen die Beratungspersonen ein psychosoziales Studium und eine Weiterbildung vorweisen und sind in der Regel fest angestellt. Das erleichtert die Qualitätssicherung in der Beratung.

Fazit: Die Bedeutung von Employee Assistance Programs/Mitarbeiterunterstützung

In einer Zeit, in der die Herausforderungen am Arbeitsplatz und im persönlichen Leben der Beschäftigten vielfältiger geworden sind, spielen Employee Assistance Programs eine entscheidende Rolle. Sie bieten nicht nur dringend benötigte Unterstützung für individuelle Krisen, sondern tragen auch zur Förderung einer positiven Arbeitsumgebung, zu höherer Produktivität und langfristigen Kosteneinsparungen für Unternehmen bei. Indem sie Beschäftigte in schwierigen Zeiten unterstützen, schaffen EAPs eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

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